CDU gedenkt der Ermordung Matthias Erzbergers und Bernhard Schopmeyers durch Rechtsextremisten

Osnabrück, 26.08.2026 – Am 105. Jahrestag der Ermordung von Reichsfinanzminister Matthias Erzberger durch Rechtsextremisten legte CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Verena Kämmerling am Ebert-Erzberger-Rathenau-Denkmal am Herrenteichswall einen Kranz nieder. In ihrer Rede forderte sie dazu auf, jeder Form von Extremismus ein klares Stoppschild entgegenzusetzen. Das gelte für Rechts- und Linksextremismus ebenso wie für religiös motivierten Extremismus.

„Erzberger ist ein Mann der politischen Mitte gewesen. Seine politische Heimat war die Zentrumspartei, ein Vorläufer der CDU.“ Verena Kämmerling bezeichnete Erzberger als treibende Kraft für eine Friedensresolution des Reichstages im Ersten Weltkrieg. „Er ist für einen Verständigungsfrieden eingetreten. Für Nationalisten und Rechtsextremisten ist er dadurch zum Feindbild geworden.“ Verleumdung, Hass und schließlich tödliche Gewalt habe er erfahren müssen. „Der politische Gegner darf niemals zum Feind werden, dem man seine Würde oder seine Menschlichkeit abspricht.“, so Kämmerling weiter.

Das Ebert-Erzberger-Rathenau-Denkmal war 1933 durch die Sturmabteilung der Nationalsozialisten abgerissen worden. Auf Antrag der CDU beschloss der Osnabrücker Stadtrat einstimmig, es wieder errichten zu lassen.
Der frühere CDU-Kreisvorsitzende Fritz Brickwedde erinnerte zudem an Bernhard Schopmeyer, Mitglied des Stadtrates und des Landtages, der nach dem 2. Weltkrieg zu den Gründern der Osnabrücker CDU gehörte. Er sei mit der Widerstandsbewegung gegen Hitler eng verbunden gewesen und am 23. Juni 1945 von Nationalsozialisten hinterrücks im Bürgerpark ermordet worden.