Treffen der CDA Osnabrück mit den Landesvorständen Hannover, Braunschweig und Sachsen-Anhalt

CDA_Treffen_z._Tag_d._Deutschen_EinheitZum alljährlichen Treffen der CDA (Vorsitzender Osnabrück-Stadt: Josef Franke, Bild ganz rechts) anlässich des Tages zur Deutschen Einheit besuchten die Landesvorstände aus Hannover, Braunschweig und Sachsen- Anhalt gemeinsam Osnabrück. Neben einem Empfang beim 1. Bürgermeister (Burkhard Jasper) im Rathaus und einem Gottesdienst (Generalvikar Theo Paul) gab es viele freundschaftliche Gespräche zum Gedenken an diesen wunderbaren Moment der deutschen Geschichte.

Die Mitte wieder stark machen

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Foto: v.l. Dr. Robert Vehrkamp von der Bertelsmannstiftung, Landtagsabgeordnete Anette Meyer zu Strohen, Gastgeber Johannes Kühlkens, Bundestagskandidat Dr. Mathias Middelberg, Dr. Ron Brinitzer, CDU Kreisvorsitzender Burkhard Jasper

Arme ärmer, Reiche reicher? – Schrumpft die Mitte unserer Gesellschaft?" diese Fragen diskutierte der CDU Kreisverband Osnabrück-Stadt mit Experten der Bertelsmann-Stiftung und des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums in der Gläsernen Bäckerei Wellmann in Atter. Das Fazit danach: Die Politik muss sich wieder stärker auf die Mittelschicht konzentrieren.

„56 Prozent der Deutschen finden die gesellschaftlichen Verhältnisse in unserem Land ungerecht." Nur noch 31 Prozent hätten eine positive Einschätzung zur „Sozialen Marktwirtschaft". Mit diesem Befund eröffnete Dr. Robert Vehrkamp, Programmdirektor Wirtschaft der Bertelsmann-Stiftung seinen Vortrag. Die Einkommenssituation der Menschen sei in den letzten sechs Jahren weiter auseinander gedriftet. Immer mehr hätten Angst, nicht mehr mitzukommen. „In der bürgerlichen Mitte wächst ein Krisengefühl, Abstiegssorgen machen sich breit." Allerdings, so Vehrkamp, seien die subjektiven Ängste gewichtiger als die tatsächliche Lage.

„Die Politik muss sich viel stärker als bisher auf die gesellschaftliche Mitte konzentrieren." Mit dieser Forderung beantwortete Dr. Ron Brinitzer, Büroleiter der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin, die Analyse der Bertelsmann-Stiftung. „Zum Modell der Sozialen Marktwirtschaft gibt es keine Alternative." Nur mit einer starken, wettbewerbsfähigen Wirtschaft könne Deutschland in der Globalisierung bestehen. Fördermillionen für Großkonzerne wie Nokia seien nicht sinnvoll. „Die Förderung muss auf innovative Unternehmen und auf den Mittelstand konzentriert werden", so Brinitzer. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie müsse selbstverständlich sein. Bildungspolitik sei die Sozialpolitik der Zukunft. „Hier müssen wir durchlässiger werden", forderte Brinitzer. Hierbei könne auch die Kommunalpolitik viel erreichen, erläuterte der CDU-Kreisvorsitzende Burkhard Jasper. Durch eine ausgezeichnete Kindergartenplatzversorgung in Osnabrück bei günstigen Preisen habe man Entlastung geschaffen. Diese Politik müsse nun durch mehr Ganztagsbetreuung ergänzt und die Elternbeiträge auf Null reduziert werden.

Dr. Mathias Middelberg, Bundestagskandidat der CDU und Moderator des Abends, formulierte die politischen Konsequenzen: „Wir vertreten – wie keine Partei sonst – alle Schichten der Gesellschaft. Gerade wir als CDU müssen die Sorgen der Menschen ernst nehmen und deshalb die Mitte wieder stark machen." Die Stärkung des Mittelstands und die steuerliche Entlastung der Mitte angesichts steigender Preise und Kosten stehe daher im Mittelpunkt, so Middelberg.

"Die Senioren sind auch nicht mehr die Alten" Staatssekretärin Hawighorst in Osnabrück

DSC_5676 SChwack Hawighorst kl_1.jpg„Das Wissen der Seniorinnen und Senioren sollten wir unbedingt nutzen!", so der Vorsitzende der Senioren-Union, Franz-Josef Schwack. Die Senioren-Union hatte die Staatssekretärin, Dr. Christine Hawighorst eingeladen, um mit ihr über die Seniorenpolitik der Landesregierung zu diskutieren. Frau Hawighorst machte deutlich, dass es viele Programme von Seiten des Familienministeriums gibt, das Alltagswissen und die Erfahrung von Seniorinnen und Senioren zu nutzen, ob es in der ehrenamtlichen Tätigkeit der Pflege, der Kultur oder im Bildungsbereich ist. Die heutige Generation der Seniorinnen und Senioren, meist um die 60 Jahre alt, wollen auch ihr soziales Engagement und ihre berufliche Kompetenz weiter einbringen in die Gesellschaft.

Kreishandwerksmeister a. D. Hans-Georg Hune machte deutlich, dass es in vielen Handwerksbetrieben fließenden Übergang von der älteren auf die jüngere Generation gibt und dass viele Handwerker ihr Wissen weiter in den Betrieb einbringen. Hauptgeschäftsführer a. D. der IAK zitierte: „Neue Besen kehren gut, aber die alten kennen die Ecken!". Er betonte, dass neben der Politik auch die Firmen gefordert sind, einen gesunden Mix von Jung und Alt zu beschäftigen.

Middelberg Kandidat für den Bundestag

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Foto v.l.: Hermann Kues, Mathias Middelberg, Burkhard Jasper, Hans-Gert Pöttering

Mit überwältigender Mehrheit von 94,71 % wurde Dr. Mathias Middelberg zum Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Osnabrück-Stadt, der aber auch die Gemeinden Wallenhorst, Belm, Hagen, Hasbergen und die Stadt Georgsmarienhütte umfasst, in geheimer Wahl gewählt. Zu der Urwahl waren 193 CDU Mitglieder und viele interessierte Gäste erschienen. Burkard Jasper hob als einladender Kreisvorsitzender die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis hervor und bescheinigt Middelberg höchste Qualifikation für das von ihm angestrebte Amt bei der Bundestagswahl am 27.9.2009. Der Vorsitzende der CDU Osnabrück-Land, Prof.Dr. Hans-Gert Pöttering, der die Sitzung leitete, bestätigte die Auffassung Jaspers und machte deutlich, dass die Positionen der CDU mehrheitsfähig seien und dass auch unbequeme Positionen zum Erfolg für das Ganze führen. Auch der Staatssekretär Dr. Hermann Kues, MdB gratulierte zur Nominierung Middelbergs als Bezirksvorsitzender der CDU Osnabrück-Emsland und wünschte viel Erfolg bei der Wahl.